Nachhaltig einkaufen - Shopping for Future

Nachhaltig einkaufen ist nicht schwer. Auch du kannst ganz einfach zum erfolgreichen Umweltaktivisten werden

Von: Monika Dütmeyer

Ein Selfie mit dem neuen Handy von der Fridays-for-Future-Demo posten, darauf die brandneue Jeans in Szene setzen und nach kräftezehrendem Skandieren und Plakatschwenken erstmal ein saftiges Rindersteak verputzen. Klingt doch gut, oder? Ist ja schließlich alles für den Umweltschutz! Doch wer nicht nur diskutieren und auf die Taten von Politikern warten möchte, kann bereits bei seinem nächsten Ladenbesuch einfach selbst etwas für die Umwelt tun. So werde ich von jetzt auf gleich Umweltaktivist Herstellung, Transport, Verpackung und Entsorgung – jedes einzelne Produkt hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck. Dabei sind die Waren auf ganz unterschiedlich großem Fuß unterwegs. Eine Art „Schuhgröße“ für die Öko-Fußstapfen steht leider nicht drauf – denn dann würde sich so mancher Verbraucher vermutlich ganz schön erschrecken.

15.000 Liter Wasser für ein Kilo Rindfleisch

„Fleisch ist einer der größten Klimakiller“, erklärt Philipp Wagnitz vom WWF Deutschland. Für ein Kilo Rindfleisch gehen ganze 15.000 Liter Wasser drauf. Grob überschlagen kann man sagen: 100 Badewannen randvoll mit Wasser für einen einzigen dicken Braten! Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Lebensmittel, Textilien und technische Produkte gehören insgesamt zu den hungrigsten Ressourcenfressern. Aber man kann ja auch nicht auf alles verzichten. Und die gute Nachricht: Das muss auch niemand.

Alles Askese, oder was?

Natürlich ist Verzicht das wirksamste Mittel, Umweltbelastungen zu vermeiden. „Verbraucher sollten sich überlegen, ob sie die vierte Jeans wirklich benötigen oder ob es alle zwei Jahre ein neues Handy sein muss“, sagt Silvia Bender vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Also: Dinge einfach mal länger benutzen und tragen – das schont nicht nur Ressourcen, sondern auch die Finanzen. Bei Lebensmitteln rät die Expertin, möglichst das zu kaufen, was aus der Nähe kommt und gerade Saison hat. Kommt günstig und schmeckt gut.

Every day for Future

Zusammengefasst heißt das: Nachhaltig einkaufen, weniger konsumieren und den Mehrweg-Einkaufsbeutel am besten immer am Mann oder der Frau tragen. Einfach mal den braven Spießer geben und brav den Müll trennen, ist auch ein Riesengewinn für die Natur. Und das Tolle daran: Das alles funktioniert nicht nur an organisierten Demo-Freitagen, sondern an jedem beliebigen Wochentag. Deine persönliche Every-day-for-Future-Bewegung geht immer!

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