JUUL – gefährliche E-Zigarette aus den USA?

Die E-Zigaretten von JUUL haben in den USA einen neuen Trend ausgelöst. Sie enthalten besonders viel Nikotin und machen abhängig.

Von: Max Mühlenweg

Cooles Design und Geschmacksrichtungen, die es auch in der Eisdiele geben könnte: Wer sich die E-Zigarette von JUUL angesehen hat, dem wird schnell klar, warum sie so gut bei Schülern ankommt. Zusätzlich zu Design und Geschmack kommt in den USA auch noch der extrem hohe Nikotingehalt dazu. Anders als in der EU und Deutschland gibt es dort nämlich keine Nikotingrenzwerte.

Was macht JUUL anders?

Die Geräte von JUUL enthalten bis zu 60 Milliliter Nikotin pro Kartusche. Das ist etwa so viel, wie in einer kompletten Schachtel Zigaretten. Und das Dreifache von dem, was in der EU pro Zigarette erlaubt ist. Der Konsum dieser Mengen an Nikotin, der in den USA mit dem Begriff „juuling“ auch schon im Wortschatz der Menschen angekommen ist, ist jetzt auch in Deutschland Thema. Damit dieser Trend trotz der harten Grenzwerte nicht zu uns herüberschwappt, will die Drogenbeauftragte Marlene Mortler diese Werte jetzt nochmal genau prüfen. Zwar setzen auch andere Hersteller auf einen hohen Nikotingehalt, allerdings hat JUUL noch ein weiteres Verkaufsargument. Und das gilt auch für den deutschen Markt. Statt herkömmlichem Nikotin werden bei JUUL Nikotinsalze verwendet.

Was sind Nikotinsalze – und sind sie gefährlicher?

Schnellerer Kick für weniger Geld und nicht so viel Gehuste. Das sind die zwei vermeintlich größten Vorteile von Nikotinsalz im Vergleich zur normalen Nikotinflüssigkeit. Doch so richtig weiß eigentlich noch niemand, wie sich das auf den Körper auswirkt. Zwar gibt es wie so oft Studien, jedoch sind diese noch nicht aussagekräftig. Bei klassischen Zigaretten bindet sich das Nikotin an Rezeptoren im Gehirn, wo es dann zum Beispiel die Dopamin-Produktion anregt. Dieser Stoff steigert Glücks- und Wohlgefühle. Nikotinsalze hingegen enthalten durch chemische Prozesse einen geringeren Säuregehalt als normales Nikotin und sollen so schneller vom Körper aufgenommen werden und zu einem Kick führen. Und was schneller aufgenommen wird, erhöht auch das Suchtpotenzial. JUUL ist daher ein Trend aus den USA, den man eher vorbeiziehen lassen sollte.

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