Zünde die Vitaminbombe!

Frisch, tiefgekühlt oder aus der Dose – wie Gemüse gesundheitstechnisch so richtig knallt.

Von: Monika Dütmeyer

Es hat so unglaublich viele gute Eigenschaften, dass wir es einfach lieben müssen: Gemüse enthält jede Menge Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und wenig Fett. Es ernährt uns nicht nur, sondern senkt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sogar das Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall, Demenz, einige Krebsarten und weitere Krankheiten. Doch wie gelingt es, dass Möhre, Kohlrabi und Co. ihre Bombenwirkung für die Gesundheit auch entfalten? Dabei kommt es besonders auf ein glückliches Händchen beim Einkaufen an.

Damit punktet frisches Gemüse

Die gesunden Alleskönner begegnen uns im Laden oft in drei verschiedenen Formen: Frisch in der Obst- und Gemüseabteilung, als Tiefkühlkost oder in der Dose. Und die Experten sind sich einig: Die erste Adresse sollte die Obst- und Gemüseabteilung sein. Denn frisch geerntetes Gemüse weist den höchsten Nährstoffgehalt auf. Das gilt allerdings nur, wenn das Gemüse wirklich frisch vom Feld kommt, am besten aus der Region stammt und gerade Saison hat. Welkt es bereits einige Tage vor sich hin, gehen viele Nährstoffe verloren.

Diese Vorteile hat Tiefkühlgemüse

Wenn man etwas essen möchte, das gerade nicht erntefrisch zu haben ist, sollte man als Plan B möglichst auf die tiefgekühlte Variante zurückgreifen. „Tiefkühl-Obst und -Gemüse wird direkt nach der Ernte schockgefrostet – deshalb sind darin noch viele Vitamine enthalten“, erklärt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. Ein kleines Vitamin-Defizit muss man aber hinnehmen und manches Tiefkühlgemüse sieht auch nicht ganz so hübsch aus wie frisch vom Feld. Außerdem verbraucht die Kühlung Energie.

Im Notfall Gemüse aus der Dose

Und dann gibt es noch den Plan C: das Gemüse in Dosen oder Gläsern. Um es haltbar zu machen, wird es mindestens zweimal erhitzt. Deshalb ist es beim Vitamingehalt eher eine halbgare Angelegenheit: Denn der fällt im Vergleich zu frischem Gemüse bis zu 50 Prozent geringer aus. Auch bei Geschmack und Optik geht nichts über die frische Variante. Doch das Dosengemüse hat auch seine guten Seiten: Es hält oftmals jahrelang, enthält in aller Regel keine Konservierungsstoffe und ist vor allen Dingen eins: besser als gar kein Gemüse.


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