So können wir die Bienen schützen

Was die bedrohten Brummer gerne mögen, was nicht - und warum es wichtig ist, sie zu schützen.

Von: Monika Dütmeyer

Ssssss – wohl jeder kennt die sanften „Motorengeräusche“, wenn eine Biene in der Nähe ist. Nur ist ihre Welt heute nicht mehr ganz so in Ordnung, wie es uns in den Biene-Maja-Folgen in der Kindheit noch erschien. Aufgrund von Pestizideinsatz in der Landwirtschaft oder gefährlicher Parasiten wie der Varroa-Milben summt es immer seltener. Mittlerweile so selten, dass viele Menschen sich schon Sorgen machen, dass unser ganzes Ökosystem aus dem Gleichgewicht geraten könnte. Denn wenn die Bienen aussterben, würde uns künftig nicht nur der Honig auf dem Frühstückstisch fehlen.

Unbezahlbare Arbeit

Auch wenn die Bienen einzeln betrachtet eher klein erscheinen, sind sie wirtschaftlich gesehen eine große Nummer: Nach Angaben des deutschen Imkerbundes hängen rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau in Deutschland von der Bestäubung der Honigbienen ab. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung beträgt unglaubliche zwei Milliarden Euro jährlich in Deutschland und sogar 70 Milliarden US-Dollar weltweit. Die Bienen sind übrigens wirklich so fleißig, wie man ihnen sprichwörtlich nachsagt.

So fleißig sind die Bienen

Für 500 Gramm Honig fliegt eine Biene dreimal um die Erde. Natürlich macht sie das nicht allein, sondern mit vielen fleißigen Artgenossen. Für ein 500-Gramm-Glas bestäuben sie unglaubliche 75.000.000 Blüten. Wer so viel arbeitet, braucht eine Menge Power für diese ambitionierte Jobauffassung. Und genau jetzt kommst du ins Spiel. Du kannst mit einer Bepflanzung nach ihrem Geschmack einen gedeckten Tisch für Bienen bei dir zu Hause zaubern.

Darum schmeckt den Bienchen nicht jedes Blümchen

Honigbienen nehmen nach Informationen der Naturschutzorganisation NABU eigentlich alles an, was blüht. Wildbienen haben es da schon etwas schwerer, da sie auf spezielle Arten angewiesen sind. „Wichtig ist, keine gefüllten Blüten und züchterisch veränderte Sorten zu pflanzen, die für Bienen nutzlos sind“, erklärt Melanie von Orlow vom NABU. Beim Kauf von Pflanzen oder Saatgut sollte man am besten auf ein Bienensymbol achten oder einfach den Gärtner fragen. Wichtig ist auch, Pflanzen zusammenzustellen, die den Bienen das ganze Jahr über Nahrung bieten. Dazu zählen zum Beispiel Stauden, Kräuter und Wildblumen – am besten aus heimischem Saatgut.

Das perfekte Buffet für die Brummer

Pflanzen, die Bienen, Hummel und Co. so richtig gut schmecken, sind nach Empfehlung des NABU zum Beispiel Thymian, Hornklee, Wiesensalbei, Gundermann, Katzenminze oder Wilde Malve. Und wenn du den Bienen sonst noch was Gutes tun möchtest, dann solltest du mal alle Fünfe gerade sein lassen beim Gartenaufräumen: Die Summer mögen es besonders gerne, wenn nicht alles so ordentlich ist und sie zum Beispiel in nicht zurück geschnittenen Stauden ein warmes Plätzchen zum Überwintern finden.

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