Manuka Honig – Heilmittel aus Neuseeland

Honig ist gesund – Manuka Honig ist gesünder. Wie er wirkt, woher seine Heilkraft kommt. Plus Rezepte.

Von: Zoi Theofilopoulos

Er soll ein Wundermittel der Natur sein – und in seiner Wirkung so einzigartig wie seine Herkunft: Manuka Honig aus Neuseeland. Gewonnen wird er aus dem Nektar der Blüten der Südseemyrte, auch Manukastrauch genannt. Obwohl die Ureinwohner Neuseelands die Südseemyrte schon lange zur Wundbehandlung nutzten, hat man die Gewinnung des Honigs erst relativ spät entdeckt. Das lag vor allem daran, dass erst 1839 Honigbienen von Missionaren ins Land gebracht wurden.

Manuka Honig: Anwendung und Wirkung

Seit Manuka Honig ein positiver Effekt für Gesundheit und Schönheit nachgesagt wird, findet er auch langsam bei uns Anwendung. Laut Studien gilt er als antiseptisch, entzündungshemmend, wundheilend und antioxidativ. Er ist innerlich und äußerlich anwendbar und soll wie ein natürliches Antibiotikum gegen viele Bakterien wirken, außerdem gegen einige Viren und Pilze. Der Grund dafür: Er hat einen besonders hohen Anteil an Methylglyoxal – kurz MGO – das entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften hat. Je höher der Gehalt an MGO, desto wirkungsvoller. In handelsüblichen Honigsorten liegt der Gehalt bei bis zu 5 mg, im Manuka Honig bei 300 bis 700 mg.

Dafür wird Manuka Honig traditionell eingesetzt

  • Entzündungen und Infektionen
  • Erkältung und grippalen Infekten
  • Bronchitis und Halsschmerzen, Husten, Rachenentzündung
  • Nebenhöhlenentzündung
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Wundheilung
  • Blasenentzündungen
  • Akne und Pickel
  • Hautauschlägen
  • Schuppenflechte
  • Gürtelrose
  • Neurodermitis
  • Verbrennungen
  • Zahnfleischentzündungen
  • Karies und Parodontose
  • Herpes
  • Sonnenbrand
  • Insektenstiche
  • Stärkung des Immunsystems

Grundsätzlich sollte bei Unsicherheiten oder stärkeren Beschwerden vor der Anwendung ein Arzt gefragt werden!

Verwendung von Manuka Honig

Je nach Bedarf und Beschwerden wird der Honig pur oder verdünnt eingenommen, oder äußerlich auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen. Bei Erkältung, Husten oder Halsschmerzen zum Beispiel kann Tee mit einem kleinen Löffel voll gesüßt werden. Alternativ kann der Honig auch pur eingenommen werden. Dabei sollte er so lange wie möglich im Mund behalten werden. Auch bei einer Blasenentzündung kann man Manuka Honig in den Tee mischen und über den Tag verteilt mehrere Tassen trinken. Durch seine Inhaltsstoffe sollen die Krankheitserreger besser herausgespült werden als bei Tee pur. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung und Schnupfen kann man die Nasenwände von innen mit Manuka Honig einreiben – am besten vor dem Schlafengehen. So kann der Honig über Nacht auf die Schleimhäute einwirken. Und wer gerade nicht unter einer akuten Erkrankung leidet, kann den Honig auch einfach so genießen: Mit der regelmäßigen Einnahme sollen das Immunsystem und die Abwehrkräfte gestärkt werden.

Manuka Honig kaufen und aufbewahren

Wer Manuka Honig kauft, wird feststellen, dass er dunkler ist als der im Handel übliche Blütenhonig. Er ist eher braun, hat aber ungefähr die gleiche Konsistenz wie regulärer Honig. Diese Konsistenz gibt auch Anhaltspunkte über seinen Frischezustand: Genießbarer Honig sollte cremig und eher hellbraun gefärbt sein. Sollten sich Kristalle gebildet haben, ist das ein ganz normaler Vorgang im Honig. Ist der Honig jedoch flüssig, sollte er nicht mehr verzehrt werden. Verarbeitet gibt es Manuka Honig in unterschiedlichen Produkten: Creme, Lippenpflege, Bonbons, Öl und Zahnpasta. Allen Produkten gemein ist die Art, wie man sie am besten lagert: kühl, trocken und dunkel. Wer sich beim Kauf von Manuka Honig sicher sein möchte, dass es sich um das Original aus Neuseeland handelt, sollte auf das Qualitätssiegel achten: Der MGO-Gehalt sollte gut sichtbar auf der Verpackung zu sehen sein. Und Achtung vor Schnäppchen: Echter Manuka Honig hat seinen Preis. 250 g – je nach Qualitätsstufe und MGO-Gehalt – kosten zwischen 30 und 80 Euro.

Rezepte:

Porridge mit Joghurt

Zutaten: 50 g zarte Haferflocken, 130 ml Wasser, 5 EL Joghurt, Obst nach Wahl, 2 EL Manuka Honig

Zubereitung: Haferflocken mit Wasser so lange köcheln, bis ein cremiger Brei entsteht. Joghurt und die Hälfte des Manuka Honigs unterheben. Obst schneiden und garnieren. Den restlichen Manuka Honig darüber geben.

Energy Balls

Zutaten: 70 g Haferflocken, 70 g gemahlene Mandeln, 1 EL Erdnussbutter, 1 EL Manuka Honig, 1 TL Zimt

Zubereitung: Alle Zutaten in einem Standmixer vermengen. Wenn die Masse nicht klebrig genug ist, etwas Wasser hinzugeben. Aus dem Teig etwa 15 Bällchen formen. Anschließend die Kugeln mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen und auch dort aufbewahren.

Smoothie

Zutaten: 200 g Blaubeeren, 2 EL Manuka Honig, 2 Bananen, 180 ml Hafermilch

Zubereitung: Alles in einen Standmixer geben und so lange mixen, bis eine feine Masse entsteht.

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